| Das Y Team |
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Servants Mitarbeiter haben seit Mitter der 90er Jahre in dieser Grossstadt im Norden Indiens gelebt. Die meiste Zeit haben sie mit den Armen in illegalen Slumkolonien in den ärmsten Quartieren der Stadt gewohnt.
Da viele Christliche NGO's und Gemeinden in der Stadt anwesend sind, haben unsere Mitarbeiter sich entschieden, in bereits existierenden Projekten, die den Armen dienen, mitzuarbeiten. Über die Jahre waren sie involviert in Gesundheitsversorgung, Landrechten, Bildung und Arbeitsbeschaffung.
Unsere Mitarbeiter haben gemerkt, dass die indische und die Stadtregierung viele hervorragende Gesetze und Systeme haben, um für die Armen zu sorgen. Es gibt ein staatliches Bildungsprogramm, das gebührenfreie Ausbildung für Kinder anbietet, ein öffentliches Gesundheitssystem, welches gratis medizinische Versorgung bereit stellt und ein Pensionssystem für Wittwen und andere verletzliche Leute. Wir haben jedoch auch gelernt, dass die Ärmsten der Armen häufig nicht fähig sind, diese Sozialleistungen zu beziehen, teils aufgrund von fehlendem Selbstvertrauen, teils wegen jahrelangem Missbrauch, Herumschieben oder Ignorieren seitens korrupter und teilnamsloser Regierungsangestellter.
Deshalb haben unsere Mitarbeiter in dieser Stadt in den letzten Jahren mehr einen Fürsprache-Zugang zur Entwicklungsarbeit gewählt, durch welchen sie Leuten helfen, ihre Rechte zu kennen und grundlegende Dienstleistungen zu beanspruchen.
Kaneez zum Beispiel lebt in einer Hütte etwa 20 Meter vom Haus unserer Mitarbeiter entfernt. Letztes Jahr ist ihr Baby im Juni, und ihr Mann im August gestorben, beide an einer verhütbaren Armenkrankheit. Jetzt ist sie eine junge, ungebildete, behinderte Wittwe mit drei Kindern unter 10 Jahren, und vermutlich die ärmste Peron in der Region. Theoretisch hat sie Anrecht auf eine Staatsrente und andere Leistungen, aber sie hatte keine der erforderlichen Dokumente für die Anmeldung: Stimmkarte, Rationenkarte, Bankkonto, Todesurkunde ihres Mannes.
Durch viele Telephonanrufe, Bürobesuche und Überredungsversuche unserer Mitarbeiter und deren Freunden hat Kaneez jetzt eine Stimmkarte, ein Bankkonte, eine Todesurkunde für ihren Mann. Der nächste Schritt: die Pension!
Indem sie solche Dinge erstreben, bilden unsere Mitarbeiter lokale indische Leute aus, damit diese Arbeit weitergeführt werden kann, falls die Servants Mitarbeiter gehen würden.
Ruksana zum Beispiel kam und bat um Hilfe in der Jobsuche, da ihr Mann nur gerade genug verdiente, um die Familie zu ernähren, aber nicht, um Schulausgaben für die drei Kinder zu bezahlen. Servants Mitarbeiter halfen ihr, einen Job bei einem Anwalt zu finden, der sich für Verbesserungen in öffentlichen Schulen einsetzt. Ruksana selbst ging nie zur Schule und genoss nur grundlegende Schulung durch Alphabetisierungsprogramme für Erwachsene. Aber sie war zielstrebig und intelligent, und wurde bald sehr effizient darin, die Nachbarschaft über schulbezogene Probleme zu befragen und diese Probleme vor Schul- und Regierungsstellen zu bringen. Sie hat bereits etwa 40 Kindern, die nie zur Schule gegangen sind, geholfen, sich anzumelden; zudem hat sie für bessere Infrastruktur (Toiletten, Trinkwasser etc.) für die Kinder in der Schule gekämpft. Inerhalb eines einzigen Jahres wurde aus einer Hausfrau, die kaum das Haus verliess, eine Fürsprecherin für die Rechte vieler Kinder in der Nachbarschaft.
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